Interview über Technik für Luft- und Raumfahrt

EIN STUDIUM ZUM ABHEBEN

Luft- und Raumfahrttechnik ist ein ingenieurwissenschaftliches Studium

Das Luft- und Raumfahrttechnik Studium beschäftigt sich mit dem Aufbau und der Entwicklung von Luft- und Weltraumfahrzeugen. Zu den Aufgaben eines Luft- und Raumfahrttechnikers gehört beispielsweise die Verbesserung einzelner Komponenten für Flugzeuge, Hubschrauber, Raketen oder Satelliten.
Prof. Dr.-Ing. Björn Kniesner, Studiengangsleiter für den Bachelor "Luft- und Raumfahrttechnik" an der Fakultät für Maschinenbau, Fahrzeugtechnik, Flugzeugtechnik an der Hochschule München. erzählt im Interview "MEET EXPERTS" über über die Technik für Luft- und Raumfahrt.

Prof. Dr.-Ing. Jörg Kniesner über die Technik der Luft- und Raumfahrt

Prof. Dr.-Ing. Jörg Kniesner

"An anderen Hochschulen lässt sich Luft- und Raumfahrttechnik erst mit dem Master vertiefen."

Hochschule für angewandte Wissenschaften München
Lothstraße 34
80335 München

Was ist das Besondere an diesem Studiengang? 
Die Hochschule München bietet als eine von vier Hochschulen für angewandte Wissenschaften in Deutschland den Studiengang „Luftund Raumfahrtechnik“ nicht nur als Master, sondern bereits als 7-semestrigen Bachelor- Studiengang an. Als Bachelor funktioniert er nicht nur auf dem Papier als berufsqualifizierender Abschluss. Die AbsolventInnen – darunter um die 20 Prozent Frauen – können direkt nach dem Bachelor in Unternehmen einsteigen. Das gelingt vor allem durch den Praxisbezug: Nach dem Praxissemester schreiben viele ihre Bachelorarbeit direkt in Kooperation mit den Firmen – vielleicht ihre zukünftigen Arbeitgeber. Der Bachelor ist außerdem ein „Bachelor of Science“ und damit bei den Arbeitgebern sehr gut angesehen. An anderen Universitäten und Hochschulen lässt sich Luft- und Raumfahrttechnik erst mit dem Master vertiefen. 

Mit welchen Inhalten befasst sich das Studium? 
Zunächst geht es drei Semester lang um die Grundlagen wie Mathematik, Physik in der technischen Mechanik und Produktentwicklung, wie sie auch im Maschinenbau üblich sind. Im vierten Semester kommen Projektarbeiten in Pflichtfächern wie Aerodynamik oder Leichtbau - Kernkompetenzen späterer Luft- und RaumfahrttechnikerInnen. Das fünfte Semester ist das Praxissemester in den Unternehmen. Nach dieser Phase können die Studierenden vertiefen: „Raumfahrtantriebe“, „Triebwerkseinsatz“ oder „Hubschraubertechnik“ unterrichten Lehrbeauftragte aus Unternehmen wie Airbus, MTU Aero Engines oder Lufthansa Technik. Mit diesen hat die Hochschule München Industrie- oder Lehrpartnerschaften. Die Lehrbeauftragten führen Projekte hier sowie im Unternehmen vor Ort durch. Sie sind die BetreuerInnen und AnsprechpartnerInnen für alle Aufgabenstellungen sowie von Bachelor- und später auch Masterarbeitsthemen.

Sie haben an Ihrer Hochschule einen Flugsimulator. Resultiert dieser aus einer Projektarbeit? 
Der Flugsimulator ist ein studentisches Projekt, das von den angehenden Luftfahrtingenieuren kontinuierlich weiterentwickelt wird. Einen Hubschrauber-Simulator gibt es bei uns auch. Das flugmechanische Modell und die Pilotenzelle sind dem Eurocopter EC-135 nachgebildet. Der EC-135 ist ein leichter, zweimotoriger Mehrzweckhubschrauber, der vor allem durch seinen Einsatz in der Luftrettung bekannt ist. Im Rahmen dieses Projekts schlossen beispielsweise drei Mitglieder des interdisziplinären Flugsimulatorteams ihre Bachelorarbeiten ab.

Sollten Studieninteressierte besondere Voraussetzungen oder Kenntnisse mitbringen? 
Wahrscheinlich hat es bei den meisten Studierenden mit der Begeisterung für „Star Trek“ angefangen, aber gute Mathematik- und Physikkenntnisse sind das A und O dafür, dieses Studium zu bewältigen. Wer diese Kenntnisse mitbringt, ist an der Hochschule München richtig.

Haben Sie viele Studentinnen in dem Bereich? 
Um die 15 bis 20 Prozent sind Studentinnen. Sie wagen sich immer noch in eine Männerdomäne vor. Aber das ist nicht anders als in anderen MINT-Fächern auch.

Interview Hochschule München Flugsimulator
Interview Hochschule München Flugsimulator

Welche Berufsmöglichkeiten gibt es nach dem Abschluss? 
Die meisten AbsolventInnen gehen mit einem Bachelorabschluss direkt in die Luft- und Raum- fahrttechnik. Möglich sind die Bereiche Konstruktion, Produktion und Qualitätssicherung oder die Felder Projektmanagement, Service, Verkauf und Einkauf. Für eine Karriere im Bereich Forschung und Entwicklung ist ein Masterabschluss unbedingt Voraussetzung. Man kann beruflich aber auch ganz andere Wege gehen: Die Luft- und Raumfahrttechnik hat immer schon Erfindungen und Entwicklungen hervorgebracht, die später auch für andere technische Gebiete wichtig wurden. Beispielsweise sind heute Gasturbinen als Antriebssysteme oder der Autopilot beim autonomen Fahren in der Automobiltechnik relevant. Luft- und Raumfahrttechniker sind also auch attraktiv für andere Ingenieursbranchen.

Wie sehen die Zukunftschancen aus?
Generell gut: Sie schwanken etwas mit der Marktlage. Langfristig steigt die Mobilität weltweit um zwei Prozent pro Jahr und einer der größten Hersteller von Flugzeugen hat seinen Sitz in Deutschland. Die Zahl der Beschäftigten in der Luft- und Raumfahrt steigt seit Jahrzehnten stetig.

GUT ZU WISSEN... 

  • Studienschwerpunkte können sein: industrielles  Bauen, energetische Betrachtung von Gebäuden, Altbausanierung oder Bauschäden
  • Zwei Drittel der zu absolvierenden Studiumsmodule beruhen auf kreativem Denken und Handel
  • Modelle werden erstellt mit CAD-Software, Laser-Cutter, 3-D-Drucker und 3-D-Fräse
  • Die aktuelle Konjunkturlage erzeugt eine hohe Nachfrage nach zukünftigen Architekten
  • Voraussetzung für ein Architekturstudium ist die Teilnahme an einem Eignungsfeststellungsverfahren

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