KARRIEREPLANUNG: KARRIERECHANCEN AM BAU

Interview zu den Karrierechancen am Bau

WELCHE KARRIERECHANCEN HABE ICH IN DER BOOMENDEN BAUBRANCHE

Ausbildung im Bauwesen eröffnet Karrierechancen und bietet sichere Arbeitsplätze

Kannst du anpacken, bist kreativ und technikaffin? Dann ist eine Ausbildung im Bauwesen genau das Richtige für dich. Gebäude werden nämlich immer smarter und technische Anlagen immer vernetzter.
Renate Brechenmacher Dipl. Ing. (FH) für Bauwesen, leitet seit 2015 das Ausbildungszentrum der Bauinnung Augsburg und berichtet im Interview "MEET EXPERTS" über die vielseitigen Karrierechancen in der Baubranche. Denn sie weiß, dass es mit der Karriere am Bau nach der bestandenen Gesellenprüfung nicht vorbei sein muss, da es verschiedene Möglichkeiten gibt sich weiter zu qualifizieren und seine Position im Unternehmen zu verbessern.

Renate Brechenmacher über die Karrierechancen am Bau

Renate Brechenmacher über die Karrierechancen am Bau

"Ein gutes Gehalt schon während der Lehre spricht für eine Ausbildung in der Baubranche."

Ausbildungszentrum der Bauinnung Augsburg
Stätzlinger Straße 111
86165 Augsburg

Welche Faktoren sprechen für eine Ausbildung in der Baubranche?
Zunächst einmal spricht ein gutes Gehalt schon während der Lehre für eine Ausbildung in der Baubranche. Außerdem wird man täglich neu gefordert und erschafft buchstäblich mit seiner eigenen Geschicklichkeit und Kreativität im Team etwas Neues. Dabei kommt nie Langeweile auf, denn die Arbeiten auf einer Baustelle sind so abwechslungsreich, wie es der Baufortschritt fordert. Ein weiterer Faktor sind die sehr guten Aufstiegsmöglichkeiten: Vorarbeiter (m/w/d) auf einer Baustelle und damit Leiter (m/w/d) eines kleineren Baustellenteams ist man schon nach einem zweiwöchigen Intensivkurs, den in der Regel die Firma bezahlt. Über die Fortbildung zum Polier (m/w/d) oder gar den Meister (m/w/d) ist die Karriereleiter am Bau ganz schnell zu erklimmen. Außerdem ist eine starke Nachfrage nach Fachkräften (m/w/d) im In- und Ausland auch für die nächsten Jahre prognostiziert, so dass die Zukunft am Bau gesichert ist!

Was sollte ein Jugendlicher (m/w/d), der vor dem Schulabschluss steht und sich für eine Ausbildung im Bauwesen interessiert, beachten?
In Mathe Gas geben wäre mit Sicherheit eine gute Möglichkeit, sich optimal auf eine Ausbildung in der Baubranche vorzubereiten. Und natürlich jede Möglichkeit für ein Baustellenpraktikum direkt bei den Firmen nutzen. Nur so kann man sich ein Bild von „seinem“ Beruf machen.

Wie findet man den passenden Ausbildungsberuf unter den fast 20 Bauberufen?
Wir unterscheiden grundsätzlich zwischen Tief-, Hoch- oder Ausbau. Dazu wäre die erste Frage: macht es mir nichts aus, wenn ich bei Wind und Wetter draußen bin oder arbeite ich doch lieber im Innenbereich? Danach folgen Detailfragen wie: mit welchen Materialien arbeite ich gerne, wie kreativ bin ich, möchte ich auch Kundenkontakt haben, arbeite ich gerne mit großen Maschinen? Gute Entscheidungshilfen, jede Menge Infomaterial und viele berufsbezogene Filme findet man auf www.bauberufe.net. Direkt erleben kann man Ausbildung am Bau auch bei einem Besuch im Ausbildungszentrum.

Welche schulischen Voraussetzungen sind für eine Ausbildung im Bauwesen erforderlich?
Technisches Verständnis und räumliches Vorstellungsvermögen sind Grundvoraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung. Erfahrungsgemäß ist es gar nicht unbedingt der Schulabschluss, der für die Firmen das entscheidende Kriterium ist, welchen Bewerber (m/w/d) sie einstellen. Viel wichtiger ist das Interesse an der handwerklichen Tätigkeit, das man am besten in einem Praktikum zeigen kann. Die meisten Betriebe bieten Ausbildungsverträge nur nach einem Praktikum an, denn so können beide Parteien testen, ob man zusammenpasst.

Welche Rolle spielt die Digitalisierung für den Bau?
Die digitale Zukunft am Bau heißt BIM (Building Information Modeling). Damit sollen alle wichtigen Daten eines Bauwerks erfasst und allen Beteiligten zur Verfügung gestellt werden, um alle Vorgänge effizienter und kostengünstiger umsetzen zu können. Mobile Apps erleichtern schon jetzt den Austausch von Informationen zwischen Auftraggebern, Baufirmen und Zulieferern. Das Tablet hat also auf der Baustelle schon Einzug gehalten. Auch digitale Baumaschinen und Vermessungsgeräte sind vor allem auf größeren Baustellen nicht
mehr wegzudenken.

Wie gut stehen die Übernahmechancen nach erfolgreich absolvierter Lehre?
Nachdem in der Baubranche der Fachkräftemangel sehr akut ist, hat eigentlich jeder Auszubildende gute Übernahmechancen, es sei denn, die Bewertungen waren extrem schlecht. Die meisten Betriebe bilden auch mit der Absicht auf Übernahme aus.

Gibt es Möglichkeiten nach der Ausbildung ein Studium in der Baubranche zu absolvieren, auch ohne Abitur? Wenn ja, wie?
Früher war eine „Gesellenzeit“ nach der bestandenen Gesellenprüfung verpflichtend, heute kann man sich auch direkt nach Abschluss der Lehre an der Meisterschule anmelden. Der Meisterabschluss gilt als Zugangsvoraussetzung für ein fachspezifisches Studium, das heißt man kann alle Studiengänge der Baubranche belegen und auch ohne Abitur studieren. Auch der Besuch einer Berufsoberschule mit anschließendem Studium ist eine Option.

GUT ZU WISSEN... 

  • Es gibt fast 20 interessante, zukunftsorientierte Berufe in den Bereichen Hoch-, Tief- und Ausbau

  • Infomaterial und Entscheidungshilfen zur Ausbildung gibt es auf www.bauberufe.net

  • Der Bau bietet beste Aufstiegsmöglichkeiten vom Vorarbeiter über den Polier bis zum Meister

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