KARRIEREPLANUNG: BERUFSBILDUNG OHNE GRENZEN

Interview zu Auslandspraktika während der Berufsausbildung

ERLEBE HANDWERK OHNE GRENZEN

Auslandspraktikum während der Berufsausbildung 

Du möchtest über den Tellerrand hinausblicken, selbstständiger werden, neue Arbeitsweisen kennenlernen und deinen Horizont erweitern? Dann wäre ein Auslandspraktikum während der Berufsausbildung wahrscheinlich genau das Richtige für dich. Auslandspraktika nur für Studierende (m/w/d) war gestern, jetzt dürfen auch Auszubildende (m/w/d) Auslandserfahrungen sammeln.
Ulrich Wagner, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer für Schwaben berichtet im Interview "MEET EXPERTS" über das Auslandspraktikum während der Berufsausbildung und das damit verbundene Projekt "Berufsbildung ohne Grenzen". Er erklärt, wie Auslandsaufenthalte in der Ausbildung funktionieren und welche Unterstützung die Handwerkskammer für Schwaben leistet.

Ulrich Wagner über Auslandspraktika während der Berufsausbildung

Ulrich Wagner über Auslandspraktika während der Berufsausbildung

"Fünf Allgäuer Betriebe
haben im Frühjahr ihre
Konditor-bzw. Bäckerauszubildende
nach Spanien
entsendet."

Handwerkskammer für Schwaben
Siebentischstraße 52 – 58
86161 Augsburg

Welches Ziel verfolgt das Projekt „Berufsbildung ohne Grenzen“?
Berufsbildung ohne Grenzen (BoG) ist ein bundesweites Netzwerk zur Förderung von Auslandsaufenthalten. Im Zentrum steht die betriebliche Mobilitätsberatung die Auszubildenden (m/w/d), Fachkräften (m/w/d) sowie Berufsbildungspersonal (m/w/d) weltweite berufliche Lernerfahrung ermöglicht. Vor allem kleine und mittlere Unternehmen sollen bei der Umsetzung von Weiterqualifizierungen im Ausland als Teil der Berufsausbildung unterstützt werden. Ziel ist es, Auszubildenden (m/w/d) eine berufliche Lernerfahrung im Ausland zu ermöglichen. Damit das gelingt, stehen bundesweit über 50 Mobilitätsberater (m/w/d) mit umfassenden Informationen und Know-how als kompetente Ansprechpartner (m/w/d) zur Verfügung.

Welche Ausbildungsbetriebe bieten Auslandspraktika an?
Da laut Berufsbildungsgesetz bis zu ein Viertel der Ausbildungszeit im Ausland verbracht werden kann, sofern es dem Ausbildungsziel dient, kann rein theoretisch jeder Ausbildungsbetrieb ein Auslandspraktikum anbieten. Für die Planung und Durchführung können sich Unternehmen gerne an unsere Mobilitätsberatung wenden.

Wie hilft die Handwerkskammer für Schwaben bei der Vorbereitung auf ein Auslandspraktikum?
Die Mobilitätsberatung der HWK Schwaben berät interessierte Auszubildende (m/w/d), die ins Ausland gehen möchten zu den nachfolgenden Themenbereichen: Finanzierungsmöglichkeiten des Auslandsaufenthaltes (Fördermittel, Stipendien wie Erasmus+, usw.), relevante Austauschprogramme, geeignete Zielländer und Rahmenbedingungen vor Ort und weiteren administrativen Abläufen. Außerdem unterstützt sie bei der Suche nach geeigneten Partnerunternehmen im Ausland.

Ein Auslandsaufenthalt während des Studiums ist gang und gäbe, während der Ausbildung eher unüblich. Welche Voraussetzungen brauche ich für ein Auslandspraktikum?
Wer eine Berufsausbildung absolviert und ein Auslandspraktikum anstrebt, benötigt die Zustimmung seines Ausbildungsbetriebes und die der Berufsschule (Ausnahme: Schulferien). Das empfohlene Mindestalter für eine Entsendung liegt bei 18 Jahren. Grundkenntnisse in Englisch beziehungsweise der entsprechenden Landessprache sollten ebenfalls vorliegen, es sei denn, die Weiterqualifizierung findet in einem deutschsprachigen Ausland statt, wie Österreich oder Lichtenstein.

Können Sie uns ein Beispiel nennen, bei dem ein Betrieb einen Auszubildenden (m/w/d) ins Ausland geschickt hat?
Als HWK Schwaben bieten wir auch Gruppenentsendungen für Auszubildende (m/w/d) verschiedener Berufsgruppen an. Fünf Allgäuer Betriebe haben im Frühjahr ihre Konditor (m/w/d) beziehungsweise Bäckerauszubildende (m/w/d) über dieses Angebot zur Weiterqualifizierung nach Spanien entsendet. Da die Nachfrage die Anzahl der Plätze überstiegen hat, findet im Herbst eine weitere Fahrt statt. An diesem Beispiel sieht man sehr gut, dass die Unternehmen dem Thema Auslandspraktikum während der Berufsausbildung gegenüber immer aufgeschlossener werden und den Mehrwert von Auslandserfahrungen erkennen und schätzen.

Welches Ziel verfolgen die Firmen, die ein Auslandspraktikum anbieten?
Die Betriebe betreiben sozusagen gezielte Personalentwicklung und profitieren selbst von dem neu erworbenen Know-how der entsandten Auszubildenden (m/w/d). Für die Auszubildenden (m/w/d) bedeutet
das einen Zugewinn von handwerklichen Fähigkeiten und Sprachkenntnissen. Außerdem stärken Auslandserfahrungen das Selbstbewusstsein und die Selbstständigkeit. Und interkulturelle Kompetenzen werden ausgebaut, die für viele Firmen wichtig sind. Darüber Hinaus können die Unternehmen ihre Attraktivität als Ausbildungsbetrieb erhöhen.

GUT ZU WISSEN...

  • Auslandsaufenthalte: Das geht nicht nur im Studium, sondern auch in der Ausbildung

  • Dauer: bis zu einem Viertel der Ausbildungszeit

  • Mobilitätsberatung: Frau Ulrike Beck
    Kontakt: Tel. 0821 3259-1401
    E-mail: ulrike.beck@hwk-schwaben.de

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