BERUFSBILD: GESUNDHEITS- UND KRANKENPFLEGER (M/W/D)

Interview über den Beruf Gesundheits- und Krankenpfleger

MAN LERNT NICHT FÜR DEN BERUF, SONDERN FÜR DAS LEBEN

Das lernst Du in der Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger (m/w/d)

Gesundheits- und Krankenpfleger, umgangssprachlich auch Krankenpfleger bzw. Krankenschwester genannt, betreuen kranke und pflegebedürftige Menschen, versorgen Wunden, legen Schienen und Verbände an, assistieren bei operativen Eingriffen oder Untersuchungen, informieren Patienten über gesundheitsfördernde Maßnahmen und leiten sie zur Selbsthilfe an.

E-Health, Telematik, Telecare, technische Assistenzsysteme und medizintechnische Innovationen – Digitalisierung und intelligente Technik erobern zunehmend auch die stationäre und ambulante Pflege. Vor allem in ländlichen Regionen sind Ärzte, Gesundheits- und Krankenpfleger sowie Patienten digital miteinander vernetzt. Innovationen dieser Art werden in Zukunft im medizintechnischen Bereich zunehmen.

Ursula Röder, Pflegedirektorin, und Nadine, Auszubildende bei der Sana Klinik Bethesda Stuttgart gGmbH, erzählen im Interview "MEET EXPERTS" über die Ausbildung des Gesundheitspflegers und Krankenpflegers (m/w/d).

Ursula Röder, Pflegedirektorin bei der Sana Klinik Bethesda Stuttgart

Ursula Röder

"Man sollte mitbringen: Aufgeschlossenheit, Interesse am Menschen, vernetztes Denken und Neugier."

Sana Kliniken Region Stuttgart
Oskar-Messter-Straße 24
                    85737 Ismaning          

Pflegekräfte werden allerorts händeringend gesucht. Was macht die Sana Kliniken in Stuttgart zu einem attraktiven Ausbildungsbetrieb?
Frau Röder: Bei der Ausbildung kooperieren die Sana Kliniken in Stuttgart mit dem evangelischen Bildungszentrum – das zeichnet sich durch persönliche und individuelle Betreuung aus. Durch die Größe der Betriebe kennen sich die Mitarbeiter sehr gut und die Auszubildende können daher zielgerichtet gefördert werden. Durch strukturierte Anleitung können sich die Auszubildenden entsprechend ihrer Kompetenzen entwickeln.

Welche Eigenschaften und Voraussetzungen muss man für die Ausbildung mitbringen?
Frau Röder: Man sollte mitbringen: Aufgeschlossenheit, Interesse am Menschen, vernetztes Denken und Neugier. Wichtig ist für uns, dass Bewerber (m/w/d) das Berufsbild kennen und hier schon Erfahrung durch FSJ oder Praktikum/BFD in der Akut oder Langzeitpflege erworben haben. Gern bieten wir Interessenten auch die Möglichkeit zur Hospitation, damit sie unser Haus und das Anforderungsprofil kennen lernen können.

Warum haben Sie sich zu einer Ausbildung als Gesundheits- und Krankenpflegerin - speziell bei der Sana Klinik Bethesda Stuttgart entschieden?
Nadine: Die Ausbildung wurde von einer Freundin empfohlen, die die Schule kennt. Für das Bethesda habe ich mich entschieden, da es ein kleines und familiäres Krankenhaus ist und man sich untereinander kennt.

Wie ist die Ausbildung aufgebaut?
Frau Röder: Die Ausbildung ist modular aufgebaut, das bedeutet: Die Theorie findet in mehrwöchigen Unterrichtsblöcken in unserem evangelischen Bildungszentrum statt. Der praktische Teil der Ausbildung erfolgt durch erfahrene Kollegen und Praxisanleiter vor Ort, also in den Kliniken und in verschiedenen Abteilungen. Ein definierter Wunscheinsatz, z.B. Intensivstation oder OP, ist ebenfalls in die Ausbildung integriert.

Wie ergänzen sich die theoretischen und praktischen Bereiche der Ausbildung?
Nadine: Es wird versucht, die Theorie möglichst zeitnah in der Praxis umzusetzen, was nicht immer direkt funktioniert. Deshalb muss man teilweise flexibel arbeiten.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag aus?
Nadine: Der Tag beginnt immer mit einer Übergabe, anschließend sehen jedoch die Arbeitstags sehr unterschiedlich aus. Es gibt Tage, die eher ruhiger sind, an anderen Tagen gibt es jedoch viele Behandlungen. Patienten müssen betreut werden und es gibt einiges in der Patientenpflege zu tun. Ich begleite meine Kollegen auf der Station und übernehme Tätigkeiten zum Beispiel in der therapeutisch-aktivierendenden Pflege oder unterstütze bei stationären Aufnahme und Entlassungen und informiere dabei über Räume und Abläufe.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten bieten Sie nach der Ausbildung an?
Frau Röder: Die Weiterbildungsmöglichkeiten nach der Ausbildung sind vielfältig und können in folgenden Themenfeldern liegen: Pädagogik, Fachweiterbildungen wie um Beispiel Intensiv/Anästhesie, Onkologie oder Management wie zum Beispiel Leitung, Case. Zunehmend gibt es auch akademische Perspektiven für Berufserfahrene.

Was sind Ihre beruflichen Ziele nach Abschluss der Ausbildung?
Nadine: Gerne möchte ich nach meiner Ausbildung noch ein Studium im Bereich des Gesundheitswesens machen.

Was gefällt Ihnen an Ihrer Ausbildung besonders gut?
Nadine: Bei der Theorie kann man sagen: Man lernt nicht nur für den Beruf, sondern für das Leben. In der Praxis begeistern mich vor allem die Fortschritte der Patienten. Gesundheits- und Krankenpflege ist ein gleichermaßen schöner, aber auch anstrengender Beruf. 

Wie werden die Auszubildenden in schwierigen Situationen unterstützt?
Frau Röder: Hier ist vor allem die Unterstützung des Teams ein klarer Vorteil. Sowohl im theoretischen als auch praktischen Teil der Ausbildung werden entsprechende Techniken und Methoden zur Stressbewältigung vermittelt. Wir bieten auch in besonderen Fälle ethische und seelsorgerische Unterstützung an.

Gibt es auch mal unschöne Momente oder Situationen? Wie gehen Sie damit um?
Nadine: Ja, diese Momente gibt es auch, wenn es Patienten zum Beispiel immer schlechter geht und sich die Situation trotz aller ärztlicher und pflegerischer Bemühungen nicht stabilisieren lässt. Ich versuche dann mit den Kollegen darüber zu reden und Lösungen zu finden und die Situation zu verarbeiten.

Wie sind die Zukunftsaussichten mit einer Ausbildung als Gesundheits- und Krankenpfleger?
Frau Röder: Der Beruf bietet eine sehr gute berufliche Perspektive, da eine Tätigkeit sowohl in der Akut- und Langzeitpflege als auch in vielen Fachbereichen möglich ist. Durch die Umstellung auf die generalistische Ausbildung werden hier die neuen Kollegen auch entsprechend vorbereitet.

GUT ZU WISSEN... 

  • Die Sana Kliniken in Stuttgart bilden in allen Berufen des Gesundheitswesens aus

  • Aufgeschlossenheit, Interesse an Menschen, vernetztes Denken und Neugier sind wichtig als Gesundheits- oder Krankenpfleger (m/w/d)

  • Man kann sich in verschiedene Fachrichtungen weiterbilden, z: B. Onkologie oder Management

  • Während der Ausbildung werden Techniken und Methoden zur Stressbewältigung vermittelt

  • Der Beruf bietet eine sehr gute berufliche Perspektive, da eine Tätigkeit sowohl in der Akut- und Langzeitpflege als auch in vielen Fachbereichen möglich ist.

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