BERUFSBILD: PFLEGEFACHMANN (M/W/D)

Interview zum Berufsbild der Generalistischen Pflegeausbildung

DER PFLEGEBERUF GANZ NEU

Die neue generalistische Pflegeausbildung zum Pflegefachmann (m/w/d)

Du möchtest dir mit deiner Ausbildung gute berufliche Perspektiven sichern und deine persönliche Zukunft klarmachen? Mit einer Ausbildung in der Pflege ergreifst du einen Beruf mit besten Jobchancen und gesellschaftlichem Mehrwert. Das gilt heute mehr denn je, denn ab dem 1. Januar 2020 hast du mit der neuen generalistischen Pflegeausbildung noch mehr Möglichkeiten deinen Karriereweg zu gestalten und deinen Mitmenschen zu helfen. Cornelia Cantiani, Leiterin betriebliches Ausbildungswesen Pflege im Klinikum Schloß Winnenden, berichtet im Interview "MEET EXPERTS" über die neue generalistische Pflegeausbildung.

Cornelia Cantiani, Leiterin betriebliches Ausbildungswesen Pflege im Klinikum Schloß Winnenden

Cornelia Cantiani, Leiterin betriebliches Ausbildungswesen Pflege im Klinikum Schloß Winnenden

Ziel: Die Attraktivität des Pflegeberufes soll erhöht werden, damit sich mehr junge Menschen für diesen entscheiden.

Klinikum Schloß Winnenden
Schloßstraße 50
71364 Winnenden

Frau Cantiani, was ist die generalistische Pflegeausbildung?
Mit dieser Pflegeausbildung entsteht ein ganz neuer Pflegeberuf mit neuer Berufsbezeichnung, nämlich Pflegefachmann/-frau. Die Auszubildenden werden für die Pflege von Menschen in den unterschiedlichen Bereichen des Gesundheitswesens und in allen Lebensphasen qualifiziert. Zum Beispiel in der Langzeitpflege im Pflegeheim, der ambulanten Pflege, im Krankenhaus. Sie erwerben Kompetenzen, die sie zur Versorgung von Menschen aller Altersgruppen befähigt.

Welche Ziele verfolgt diese neu gestaltete Ausbildung?
Sie soll die Attraktivität des Pflegeberufes erhöhen, damit sich mehr junge Menschen für diesen entscheiden. Dadurch soll der steigende Bedarf an Pflegefachpersonal bedient und die Qualität der Patientenversorgung durch ein breites Wissen der Pflegenden verbessert werden. Die neue Ausbildung entspricht auch den EU Richtlinien, wie in den meisten europäischen Ländern.

Und welche Vorteile hat sie gegenüber den alten Ausbildungsmodellen?
Durch die europäische Anerkennung erlangen die Absolventen eine höhere Mobilität. Die breite Perspektive bietet ihnen zudem mehr Gestaltungsspieleraum für die Berufsausübung. Durch vorbehaltene Tätigkeiten kommt den Pflegenden eine noch höhere Verantwortung zu. Die Trennung der Altenpflege, Gesundheit- und Krankenpflege sowie Kinderkrankenpflege wird aufgehoben und stärkt die Berufsgruppe.

Welche Voraussetzungen und Charaktereigenschaften müssen angehende Pflegefachleute mitbringen?
Grundvoraussetzung für die Ausbildung ist der Realschul- oder ein Hauptschulabschluss mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung. Bewerber mit Deutsch als Fremdsprache sollten über das Sprachniveau B2 verfügen. Interesse am Menschen und Neugierde an medizinischen und pflegerischen Themen werden ebenfalls vorausgesetzt. Förderliche Eigenschaften sind Verantwortungsbewusstsein, Einfühlungsvermögen, Flexibilität und Teamgeist.

Wie läuft die neue Pflegeausbildung ab?
Die 3-jährige Ausbildung wechselt sich in Theorie- und Praxisphasen ab. Während der Praxis werden die Auszubildenden in verschiedenen Bereichen eingesetzt, zum Beispiel in der Langzeitpflege, in der ambulanten Pflege, der Pädiatrie, Psychiatrie sowie in der Palliativpflege und Pflegeberatung. Nach erfolgreichem Abschluss einer schriftlichen, mündlichen und praktischen Prüfung können die Generalisten in unterschiedlichsten Bereichen der Pflege arbeiten.

Hat man bereits während der Ausbildung Patientenkontakt?
Selbstverständlich. Der Transfer von theoretisch erlerntem Wissen in die Praxis ist besonders wichtig um Handlungskompetenz zu entwickeln. Praxisanleitende vor Ort unterstützen die Auszubildenden dabei.

Sie behandeln Menschen mit psychischen Störungen. Gibt es auch mal kritische Momente?
Natürlich gibt es diese mal. Kommunikation ist dabei das A und O. Grundlagen dazu lernen die Auszubildenden in der Theorie und Praxis. Durch die Begleitung auf den Stationen und feste Ansprechpartner werden die Auszubildenden entsprechend vorbereitet. Das Verständnis für die jeweilige Patientensituation ist entscheidend und man darf zum Beispiel Gesagtes nicht persönlich nehmen. Solche Situationen stehen zwar nicht auf der Tagesordnung, dennoch planen wir im Rahmen der Prävention für unsere Auszubildenden Schulungen und gezielte Anleitung in professionellem Deeskalationsmanagement.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es nach abgeschlossener Ausbildung?
Bei uns kann man die Fachweiterbildung Psychiatrie oder Gerontopsychiatrie absolvieren. Zudem gibt es die Möglichkeit, verschiedene Kontaktstudiengänge an der DHBW Stuttgart zu belegen, wie Gesundheitsmanagement, Psychiatrie, Case Management oder Berufspädagogik. Die Entwicklungsmöglichkeiten sind also vielfältig.

Was zeichnet das Klinikum Schloß Winnenden als Ausbildungsbetrieb aus?
Beste Betreuung durch unser Ausbildungsteam, familiäres Klima, enger Kontakt zu den Auszubildenden, eine Jugend- und Ausbildungsvertretung sowie die Möglichkeit der Rotation, um verschiedene Klinikbereiche besser kennen zu lernen. Des Weiteren hat man mit dem Mitarbeiterwohnheim eine Chance auf die ersten eigenen vier Wände und der Fitnessraum kann kostenlos genutzt werden.

GUT ZU WISSEN... 

  • Ausbildungsdauer: 3 Jahre

  • Zukunftssicher und durch europaweite Anerkennung mobil

  • Flexibel durch unterschiedliche Arbeitsfelder in der Pflege

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