BERUFSBILD: FACHKRAFT FÜR LAGERLOGISTIK (M/W/D)

Interview zum Berufsbild Fachkraft für Lagerlogistik

DIE RICHTIGEN GÜTER ZUM RICHTIGEN ZEITPUNKT IN DER RICHTIGEN MENGE AM RICHTIGEN ORT

Aufgaben und Herausforderungen der Fachkraft für Lagerlogistik

Kernaufgabe der Logistik ist es, die richtigen Güter zum richtigen Zeitpunkt in der richtigen Menge am richtigen Ort zur Verfügung zu stellen. Zu möglichsten niedrigen Kosten, versteht sich. Dementsprechend sorgfältig sind in modernen Lagerräumen alle möglichen Vorgänge durchgeplant, von der Anlieferung über die Einlagerung bis zum Versand. Die umsichtigen Spezialisten, die in der Lagerwirtschaft aller möglichen Betriebe für Ordnung sorgen, sind Fachkräfte für Lagerlogistik und Fachlageristen. 
Patrick Kehrle, Ausbildungsbetreuer bei Buttinette für den Bereich Logistik und der Auszubildende Alban Brenner berichten im Interview "MEET EXPERTS" über das Berufsbild Fachkraft für Lagerlogistik (m/w/d) . Welche Herausforderungen und Ausbildungsinhalte erwarten einen?

Alban Brenner und Patrik Kehrle über die Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik

Auszubildender Alban Brenner und Ausbildungsbetreuer Patrik Kehrle

"Fachkräfte für Lagerlogistik sorgen dafür, dass Millionen von Gütern in die Welt verschickt werden."

buttinette Textil-Versandhaus GmbH
Industriestraße 22
86637 Wertingen

Herr Kehrle, welche Aufgaben übernehmen Fachkräfte für Lagerlogistik (m/w/d) ?
Die Arbeit ist sehr vielfältig und abwechslungsreich. Die drei Hauptgebiete sind Warenannahme, Lagerung und Kommissionierung. Bei der Warenannahme geht es vor allem um die Kontrolle der eingehenden Ware nach Richtigkeit, Vollständigkeit und Qualität. Auch die Überprüfung der Warenbegleitpapiere wie Lieferscheine, Frachtbriefe gehört dazu. Erst wenn alles korrekt ist, erfolgt die Warenannahme, Entladung der Ware und die sachgerechte Lagerung mit entsprechenden Hilfsmitteln.

Was ist unter Kommissionierung zu verstehen?
Für Kundenaufträge müssen die entsprechenden Warenstücke wieder aus dem Lager zusammengestellt und verpackt werden. Diesen Aufgabenbereich nennt man Kommissionierung. Die genauen Vorgaben der Entnahme findet man dann auf den Kommissionierungsbelegen oder Pickerscheinen. Hauptsächlich erfolgt bei uns eine serienorientierte parallele Kommissionierung, das heißt die Aufträge werden gesammelt und zusammengefasst. Gleichartige Artikel können somit in einem Arbeitsschritt aus dem Lager entnommen werden. Nach der Entnahme werden die Artikel dann wieder den einzelnen Aufträgen zugeordnet, entsprechend verpackt und versendet. 

Wie viele Pakete gehen täglich raus? 
Aktuell sind es durchschnittlich 6000 Sendungen pro Tag, zu Hochzeiten im Zweischichtbetrieb auch 30.000 Sendungen. Das erfordert, dass alle Prozesse gut koordiniert, durchdacht und ausgeführt werden müssen.

Welche Abteilungen durchläuft man während der Ausbildung?
In den 3 Jahren der Ausbildung muss jeder Auszubildende (m/w/d) die Abteilungen Wareneingang, Versand, Meterware, Nachschub, Retoure und Warenausgang durchlaufen.

Was ist Ihnen besonders wichtig bei der Auswahl der Azubis?
Für uns ist es wichtig, dass man Spaß bei der Arbeit hat, Motivation und Teamfähigkeit mitbringt. Bei guten schulischen sowie betrieblichen Leistungen kann nach Beendigung sogar eine Übernahme erfolgen. Anschließend bieten wir die Möglichkeit von zielgerichteten und individuell zugeschnittenen Weiterbildungsangeboten an.

Herr Brenner, warum haben Sie sich für diese Ausbildung entschieden?
Der Beruf hat eine Zukunft, denn Fachkräfte für Lagerlogistik (m/w/d) werden in vielen verschiedenen Branchen immer dringend gesucht und gebraucht. Das kann die Textil-, Chemie -oder Holzindustrie sein, die Elektro-, Fahrzeug- oder Transportbranche und viele weitere. Wir, die Fachkräfte für Lagerlogistik (m/w/d), sorgen dafür, dass Millionen von Gütern in die Welt verschickt werden. Das finde ich spannend.

Ist die Arbeit als Fachkraft für Lagerlogistik (m/w/d)  körperlich anstrengend?
Eigentlich nicht. Es gibt Hilfsmittel wie zum Beispiel die „Ameise“. Ein Flurförderfahrzeug um die Ware von A nach B zu bringen oder den Gabelstapler. Es gibt auch noch andere Hilfsgeräte wie den Handscanner oder unser Lagerverwaltungssystem. Mit beiden werden die Waren entsprechend dokumentiert nach Art, Menge, Lagerort, Mängel und Gewicht. So kann man später per Knopfdruck herausfinden, welche Anzahl eines Artikels sich an welchem Lagerort befindet.

Viele denken immer noch, dass diese Tätigkeit damit verbunden ist den ganzen Tag nur schwere Pakete von A nach B tragen. Stimmt das?
Das Klischee, dass man nur den ganzen Tag Pakete trägt ist überholt. Klar, der Hauptarbeitsort ist das Lager und in erster Linie geht es darum ankommende als auch ausgehende Güter entsprechend zu verpacken, zu lagern und für den Transport fertig zu machen. Jedoch hat man es auch viel mit Schriftverkehr und  Dokumenten zu tun. Die Prozesse müssen entsprechend dokumentiert werden, so dass man zur körperlichen Arbeit auch sitzende Tätigkeiten am PC hat. Vor allem ist das Lager ein wichtiges Bindeglied zwischen Einkauf und Kundenservice. Es ist ein sehr abwechslungsreicher Job, bei dem man im Alltag auch viel mit Menschen zu tun hat.

GUT ZU WISSEN... 

  • Fachkräfte für Lagerlogistik (m/w/d) arbeiten in den folgenden drei Hauptbereichen: Warenannahme, Lagerung und Kommissionierung

  • Innerhalb der 3 Ausbildungsjahren durchläuft jeder Auszubildende die Abteilungen Wareneingang, Versand, Meterware, Nachschub, Retoure und Warenausgang

  • Das Klischee, dass man nur den ganzen Tag Pakete trägt ist überholt, denn es ist ein sehr abwechslungsreicher Job, bei dem man im Alltag auch viel mit Menschen zu tun hat.

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