BERUFSBILD: FACHLAGERIST & FACHKRAFT FÜR LAGERLOGISTIK (M/W/D)

Interview über den Beruf Softwareentwickler

OHNE LOGISTIK KANN EIN BETRIEB NICHT BESTEHEN - GEDA STELLT BERUFSBILD IM BEREICH LOGISTIK VOR

Fachlagerist und Fachkraft für Lagerlogistik (m/w/d) 

Auf die Logistikbranche ist jeder von uns angewiesen, sowohl Unternehmen als auch Privatperson. Denn wie sollten alle Pakete aus dem Online-Shop ohne die Fachkräfte von A nach B gelangen? 
Stefan Schweitzer, kaufmännischer Leiter und Personalchef bei der Firma Geda-Dechentreiter klärt im Interview "MEET EXPERTS" auf. Er kennt sich mit den Berufsbildern Fachlagerist und Fachkraft für Lagerlogistik aus (m/w/d).

Stefan Schweitzer über die Berufsfelder der Logistik

Stefan Schweitzer

„Die Hauptaufgabe von Fachlageristen ist die Annahme von Waren und deren sachgerechte Lagerung.“

Was macht der Fachlagerist (m/w/d)?
Die Hauptaufgabe von Fachlageristen (m/w/d) ist die Annahme von Waren und deren sachgerechte Lagerung. Aber auch das Bereitstellen von Lieferungen für den Versand, die Kommissionierung oder die Weiterleitung von Gütern im Rahmen des innerbetrieblichen Transports gehören zum Aufgabenbereich. Die Ausbildung dauert zwei Jahre und ist dual ausgerichtet, d. h. zwei Tage pro Woche verbringen die Auszubildenden in der Berufsschule. Im Betrieb wird die Theorie dann praktisch im laufenden Tagesgeschäft umgesetzt. Bei GEDA durchlaufen die Auszubildenden zum Fachlageristen die vier großen Abteilungen im Logistikbereich: den Wareneingang, das Magazin, das Lager und die Versand-Abteilung.

Welcher Unterschied besteht zur Fachkraft für Lagerlogistik?
Ein Hauptunterschied liegt darin, dass die Fachkräfte für Lagerlogistik  (m/w/d) neben der Annahme, Kontrolle und Einlagerung von Waren stärker in die Planung, die Organisation und die Optimierung der Logistikprozesse einbezogen sind. Außerdem beträgt die Ausbildungsdauer zur Fachkraft für Lagerlogistik (m/w/d) drei Jahre, beim Fachlagerist sind es zwei Jahre.

Welche Voraussetzungen sollten für die beiden Berufe vorhanden sein?
Für die Ausbildung zum Fachlageristen (m/w/d) ist ein Haupt- bzw. Mittelschulabschluss nötig, für die Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik ein Mittelschul- oder Realschulabschluss. Als persönliche Voraussetzung ist bei beiden Berufen Organisationstalent, eine gewisse Ordnungsliebe und Sorgfalt gefragt. Räumliches Vorstellungsvermögen und Spaß an mathematischen Berechnungen sind auch sehr wichtig.

Sind beide noch typische Männerberufe? 
Ganz klar nein. Bei der heutigen Vielzahl an technischen Hilfsmitteln im Rahmen des Arbeitsschutzes und der Arbeitssicherheit kann dieses Klischee sicher nicht mehr bejaht werden. 
Die beiden Berufe haben sich insgesamt sehr gewandelt, denn neben den körperlichen Arbeiten rücken immer mehr administrative Aufgaben in den Vordergrund. 
Bei GEDA sind nahezu die Hälfte der Auszubildenden im Logistikbereich Frauen.

Lernt man auch andere Abteilungen kennen?
Bei GEDA ist uns sehr wichtig, dass die Ausbildung abteilungsübergreifend stattfindet, damit unsere Auszubildenden die Zusammenhänge des gesamten Logistikprozesses sowie die Schnittstellen zu anderen Abteilungen kennenlernen. Neben den großen Logistikbereichen sind unsere Nachwuchskräfte daher auch einige Wochen in den Abteilungen Fertigungsplanung/-steuerung, IT, Qualitätswesen, Vertrieb und Montage eingesetzt. 

Mit welchen Fahrzeugen kommt man während der Ausbildung in Kontakt?
Heutzutage gibt es eine Vielzahl an Hilfsmitteln, die die Arbeit im Logistikbereich erheblich erleichtern. Bei GEDA kommen neben verschiedenen Staplern und Hubwagen auch Brücken- und Auslegerkrane zum Einsatz.

Was ist das Besondere an den beiden Berufsbildern?
Das Besondere ist ganz klar die Vielseitigkeit, die die beiden Berufe bieten. Entgegen vieler Vorurteile ist das Lager nur ein kleiner Bestandteil der Logistik. Vielmehr ist es die Mischung aus körperlicher Arbeit vereint mit IT, aber auch persönlichen Kontakten zu Kunden, Lieferanten und Spediteuren, die diese Berufe so spannend macht. Ohne Logistik kann ein Betrieb nicht bestehen. 


„Die Fachkräfte für Lagerlogistik (m/w/d) sind stärker in die Planung, die Organisation und die Optimierung der Logistikprozesse einbezogen.“


Was zeichnet die Ausbildung bei GEDA aus?
In Bezug auf die Ausbildung im Logistikbereich decken wir die komplette Bandbreite der Logistikberufe ab. Unser gesamtes Produktsortiment wird über vielfältige Transportwege, wie  Straßen, Schienen, auf dem Seeweg oder per Luftfracht über den Unternehmenshauptsitz in Asbach-Bäumenheim in alle Welt versandt. Es sind keine Logistikaufgaben ausgelagert und unsere Auszubildenden lernen somit sämtliche Bereiche abteilungsübergreifend kennen.

Woher weiß ich, welche der beiden Richtungen am ehesten zu mir passt?
Beide Berufsfelder bieten sehr viele Möglichkeiten und sind äußerst abwechslungsreich. Generell könnte man sagen, dass jemand, der gerne hauptsächlich körperlich arbeitet, eher die Ausbildung zum Fachlageristen wählen sollte. Kommt noch Interesse an IT und Prozessmanagement hinzu, ist die Fachkraft für Lagerlogistik (m/w/d) wohl die bessere Wahl.

Sollte man vorher ein Praktikum absolvieren?
Ja, ich würde sogar empfehlen, mehrere Praktika zu absolvieren. Das ist wichtig, um auf der einen Seite die Unterschiede zwischen den beiden Ausbildungsberufen herauszufinden und auf der anderen Seite aber auch einen Einblick in verschiedene Unternehmen zu gewinnen.

Wie kann es nach der Ausbildung weitergehen?
Nach erfolgreichem Ausbildungsabschluss stehen vielfältige Möglichkeiten zur Fort- und Weiterbildung, beispielsweise zum geprüften Logistikmeister (m/w/d) offen. 
Fachlageristen können ihre Ausbildung um ein Jahr verlängern und die Prüfung zur Fachkraft für Lagerlogistik ablegen.

GUT ZU WISSEN 
ÜBER DIE BERUFE „FACHLAGERIST“ UND „FACHKRAFT FÜR LAGERLOGISTIK“ (m/w/d) BEI GEDA

  • Fachlageristen (m/w/d) sind verantwortlich für die Annahme von Waren, sachgerechte Lagerung, das Bereitstellen von Lieferungen, Kommissionierung und innerbetrieblichen Transport von Waren
  • Fachkräfte für Lagerlogistik (m/w/d) sind mehr für die Planung, Organisation und Optimierung der Logistikprozesse verantwortlich
  • Organisationstalent, Ordnungsliebe, Sorgfalt und räumliches Vorstellungsvermögen sind wichtig
  • Beide Berufe haben sich gewandelt. Neben der körperlichen Arbeit stehen immer mehr administrative Aufgaben im Vordergrund

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